Apulien: Geschichte, Olivenöl, Orangen und Clementinen
Apulien, die langgestreckte Region im Südosten Italiens, zählt zu den bedeutendsten Agrarlandschaften des Landes. Schon in der Antike nutzten Griechen und Römer das milde Mittelmeerklima, die fruchtbaren Ebenen und die kalkhaltigen Böden für den Anbau von Oliven, Getreide und Obst. Bis heute prägen ausgedehnte Olivenhaine das Landschaftsbild, besonders in den Provinzen Bari, Brindisi und Lecce. Apulien gehört zu den wichtigsten Erzeugern von italienischem Olivenöl: Häufig werden traditionelle Sorten wie Coratina, Ogliarola und Peranzana verarbeitet. Sie ergeben überwiegend natives Olivenöl extra, das je nach Sorte kräftig-fruchtig, leicht bitter und angenehm pikant schmecken kann. Auch der Zitrusanbau hat eine lange Tradition. Orangen und Clementinen wachsen vor allem in den wärmeren Küsten- und Ebenengebieten, darunter im Gebiet um Tarent und im nördlichen Teil der Region. Die Früchte profitieren von vielen Sonnenstunden und den milden Wintern. Während Orangen meist von Herbst bis Frühjahr geerntet werden, beginnt die Saison der süßen, leicht zu schälenden Clementinen häufig bereits im Spätherbst. So verbindet Apulien jahrhundertealte Anbaukenntnisse mit einer Landwirtschaft, die bis heute für hochwertige Öle und aromatische Zitrusfrüchte steht.